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Astrologie

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,
den Mond und die Sterne, die du bereitet hast,
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkest,
was der Erdensohn, dass du auf ihn achtest?
Und hast ihn doch wenig niedriger gemacht denn Gott
Und hast ihn mit Ehre und Schmuck gekrönt.

(8. Psalm)

alt

 

 

 

 

   Die Tänzerin (von Susanne Hoffmann)

 


 

 

 

 

Wer sich mit Astrologie befaßt sieht sich sofort zweierlei Reaktionen ausgesetzt: Entweder Anfeindung (manchmal auch mitleidiges Lächeln) oder gläubiger Begeisterung; beides leider oft gepaart mit geringem oder gar keinem wirklichen Wissen über diese Disziplin, die in früheren Zeiten die Königin der Wissenschaften (!) genannt wurde.

Was also soll Astrologie in einer Heilpraxis?

Eines gleich vorab: Homöopathische Heilmittel werden von mir nach einer gründlichen Anamnese verordnet. Ihr Horoskop spielt dabei keine oder bestenfalls eine sehr untergeordnete Rolle.

Wer glaubt, man brauche nur mal eben auf das Horoskop des Patienten schauen, um sofort zu wissen, welches Heilmittel zum gegebenen Zeitpunkt angezeigt ist, beweist bestenfalls Naivität, die jedoch im Leben anderswo besser angebracht ist.

Wäre es nur so einfach! Wir brauchten weder die Homöopathie noch die Astrologie gründlich zu studieren und hätten auch bereits mit "Instant-Wissen" oder einer Wochenend - "Druckbetankung" schon großartige Erfolge.

Leider ist dem nicht so!

Erfolg hat in beiden Disziplinen nur derjenige, der sich ernsthaft einläßt: Als Therapeut auf die jeweilige Disziplin und als Patient auf den Therapeuten.

Eben deshalb ist die Auswahl für Sie wichtig und eben deswegen lege ich Ihnen auf diesen Seiten so ausführlich dar, was die Basis meines therapeutischen Handelns ist.
                   
       
    

Astrologie in der Heilpraxis

Für mich ist die Astrologie vor allem ein treffliches Instrument, das Ihnen helfen kann, sich selbst und Ihre Lebensthemen deutlicher zu erkennen (medizinisch ausgedrückt: Diagnose) um Ihr Leben besser und leichter meistern zu können und Irrwege und Sackgassen möglichst zu vermeiden(sozusagen als Therapie, wenn die Übertragung hier gestattet ist).   

Sehr oft kommen Patienten mit einem Problem, daß sie schon lange beschäftigt und Ihnen viel Leid bereitet hat. Ich höre dann Sätze wie: "Ich gerate immer an einen Trinker" oder: "Ich werde meinem Vater immer ähnlicher und mache genau dieselben Fehler wie er."  Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.  

Der Kern ist immer folgender: Leid, das wir im Leben erfahren, zeigt uns, daß wir nicht "heil" sind und läßt uns nach Erlösung - nach Heilung - suchen. Normalerweise gehen wir erst einmal davon aus, daß die Gründe für das Leid außerhalb von uns selbst liegen.

Erst später lernen wir, daß wir vom Leben nur mit den Themen konfrontiert werden, die in uns selbst bereits als Problem (astrologisch betrachtet z.B. als Spannungsaspekt) angelegt sind.

Durch ein Geburtshoroskop und seine Deutung kann Heilung nun insofern möglich werden, indem das, was in uns selbst entzwei, gespannt und also un-heil ist, jetzt erkannt und als uns zugehörig betrachtet werden - sozusagen in uns hinein- oder angenommen werden kann.

Diese Arbeit (man kann es durchaus so nennen) ist im Grunde eine Erinnerungsarbeit.

Wir bemühen uns dabei darum, uns daran zu erinnern, mit welchen "unheilen" Aspekten unseres Selbst wir in diese Welt und in dieses Leben gekommen sind, denn diese sind es, die darauf warten, von uns "erlöst" - und das heißt zunächst erst einmal als zu uns gehörend anerkannt - zu werden.

Dies kann im Weiteren dazu führen, daß wir langsam lernen, uns mehr und mehr an unsere wahren Persönlichkeiten zu erinnern, daran also , wie unser Schöpfer uns "gemeint" hat, als wir in diese Welt gekommen sind.

Eben dieser Persönlichkeiten sollen wir uns bewußt werden und sie sowohl in ihren freundlichen und lichten als auch in ihren dunklen oder schattigen Seiten annehmen.

Dies bedeutet die Ver-EIN-igung der dunklen und hellen Seite zu einem Ganzen, die Aufhebung der

Ent-ZWEI-ung und damit wirkliche HEIL-ung.

Wenn wir uns auf diese Sichtweise einlassen - und das heißt, wenn wir uns auf unser wahres Selbst einlassen - werden wir immer weniger Leid "brauchen" um unseren Weg zu finden; wir leiden dann, wenn wir ihn verloren haben und können manchmal eben nur durch unser persönliches Leid auf unseren persönlichen Weg zurückfinden.

Dies hört sich freilich einfacher an als es ist.

Die Schwierigkeit steckt erst einmal darin, überhaupt zu akzeptieren, daß wir es oft selbst sind, die unser eigenes Leid schaffen. Dies ist wahrlich schon schwer genug.

Zweitens ist es oft ein mühevoller Prozess, zu erkennen, welche spezielle und persönliche Botschaft für uns im jeweiligen Leid, z.B. einer Krankheit, enthalten ist.

Wir brauchen oftmals viel Geduld (Patient = der Geduldige ! ), aber ebensoviel Geschick, Mut und ebensoviel Spürsinn, um uns selbst näher zu kommen.

Es kann sein wie eine Reise in einen unbekannten Teil des Landes unserer Seele und ähnelt durchaus einer Expedition im Äußeren, z.B. in das Amazonas-Delta.

Sämtliche menschlichen Qualitäten, die wir hierfür brauchen, benötigen wir auch für die Reise zu unserem wahren Selbst.

Schließlich, wenn es uns gelungen sein sollte, die für uns bestimmte Botschaft zu finden und zu entschlüsseln, will diese auch in unser Leben integriert werden.

Gerade dies ist ebenfalls nicht leicht, denn oft erfordert es, unser Leben an Stellen zu verändern, die uns schier unverrückbar erscheinen oder aber mit großen Opfern (scheinbaren oder tatsächlichen) verbunden sind.

Es könnte z.B. sein, daß wir einen Wohnort oder eine Arbeitsstelle aufgeben müssen, weil sie uns nicht mehr entsprechen. Es könnte auch sein, daß unsere Partnerschaft innerlich hohl und leer geworden ist und wir nur noch nebeneinander her leben. Beides, uns dann zu trennen oder diese Beziehung, wenn es möglich ist, wieder mit Leben zu füllen, stellt oftmals große Anforderungen an unsere Bereitschaft, uns zu bewegen und ungewohnte oder Angst machende neue Wege zu beschreiten.

Es ist darum für mich auch nicht erstaunlich, daß ich oftmals dann mit der Frage nach dem Horoskop konfrontiert werde, wenn es demjenigen, der mich danach fragt, gerade nicht so gut geht.

Wenn die Not am größten ist, ist Gott am nächsten - so heißt es zumindest in einer alten Volksweisheit.

Wenn Gott aber die ursprüngliche EINheit alles Existierenden ist, so ist er auch mit Sicherheit das, was wir am meisten suchen, wenn wir gerade besonders ent-ZWEI sind (oder uns gerade entzweit haben sollten). Wir suchen also die Heilung des ent-ZWEI-ten (in uns) in der EIN-heit.

Worin diese bestehen kann, das genau kann uns eben unser Geburtshoroskop mitunter sagen - und dies mitunter deutlicher, als wir es manchmal hören wollen.

 

 

Was haben die Sterne mit unserem Leben zu tun?

Anders gefragt: Warum "funktioniert" Astrologie überhaupt?

Weshalb können wir aus dem Stand der Gestirne zum Zeitpunkt unserer Geburt Schlußfolgerungen auf unser Leben ziehen.

Eben genau jener gerade beschriebenen ursprünglichen Einheit wegen, die manche von uns auch Gott nennen.

Alles was existiert, der ganze Kosmos mit allem, was in ihm enthalten ist, ist nach unserer bisherigen Erkenntnis aus einem einzigen Zentrum - oder Punkt - unvorstellbar großer Dichte, jedoch unvorstellbar kleiner Größe heraus entstanden. Ob wir dieses Geschehen eher naturwissenschaftlich mit "Urknall" übersetzen wollen oder lieber sagen "Gott hat sich in seiner Schöpfung offenbart" ist hier zunächst nicht wichtig.  

Wenn dem aber so ist, so lassen sich daraus zwei sehr wichtige Folgerungen ziehen, nämlich:
 

    * 1. Alles hängt mit Allem zusammen und bewegt sich
    * 2. nach dem immer gleichen Gesetz, das in der Ursprungsbewegung seinen
           Anfang nahm, gleichgültig, ob es sich nun im Himmel oder auf der Erde
           befindet. Gleichgültig auch, ob es sich um ein Menschenleben, das
           Wachstum eines Baumes oder die Entwicklung einer Firma handelt.

 

Deshalb - und wirklich nur deshalb - können wir durch analoges Schlußfolgern aus den Bewegungen der Gestirne am Himmel auf das Leben einer Person hier auf unserem Erdball schließen.

Dies allerdings erst dann, wenn wir den "Nullpunkt" unseres "Koordinatensystems" (der Vergleich sei hier gestattet) durch den exakten Geburtszeitpunkt sowie den Geburtsort festgelegt haben.

Goethe drückt dies freilich viel schöner aus:

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.

 

(J. W. v. Goethe)

 

Entscheidend ist, zu erkennen, daß es nicht physikalische Einwirkungen (den Mond einmal ausgenommen) der Sterne sind (etwa die Schwerkraft etc.), die hier auf unserer Erde irgendetwas "machen", sondern daß in der Astrologie analoge Schlüsse gezogen werden.

Hier ist nichts mehr mit materiellen, irgendwie naturwissenschaftlich-kausal erklärbaren Einflüssen.

Im Kern geht es bei dieser Betrachtungsweise um Synchronizität und nicht um Kausalität. Das ist der wesentliche Unterschied.

Wenn wir synchron denken, so können wir z.B. aus der Entwicklung eines Baumes, der exakt zum Zeitpunkt und am Ort der Geburt eines Menschen gepflanzt wurde, auf das Leben eben dieses Menschen schließen. Müßten an diesem Baum z.B. Äste beschnitten werden, so können wir uns vorstellen, dass sich dies in irgend einer Weise auch im Leben des o.a. Menschen spiegeln wird (es könnte z.B. eine Operation an einem Knochen erforderlich sein o.ä.)

Wer anerkennt, daß alles Existierende aus einem Zentrum heraus entstanden ist, muß auch anerkennen, daß damit analoges Schlußfolgern möglich ist; muß eben jene Formel

Wie oben so unten

eines Hermes Trismegistos anerkennen.

Hiermit verlassen wir die Ebene des „waagerechten“ Denkens in Kausalzusammenhängen (denn der Baum unseres obigen Beispiels hat nicht wirklich etwas mit dem beschriebenen Menschen zu tun) und begeben uns zum „senkrechten Denken“, das uns bei weitem deutlicher werden lässt, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (Goethe, Faust).

Eben dies macht die Astrologie. Sie erkennt die Grundgesetze unserer Existenz an und zieht daraus die richtigen Schlussfolgerungen, indem sie von einer Ebene des Lebens auf eine andere schließt.  

Wir könnten auch ebenso gut andere Methoden nutzen, z.B. Karten legen oder den Vogelflug beobachten.

Mit der Astrologie haben wir jedoch ein sehr präzises Instrument zur Hand, dass über eher subjektiv-individuell-gefärbte Aussagen weit hinausgeht, – testtheoretisch gesprochen – weitgehend objektiv, reliabel und valide ist und uns darüber hinaus sehr präzise Aussagen treffen lässt.

Schließlich wollen wir bei der Interpretation eines Horoskops vielleicht nicht nur wissen, ob wir immer schon Probleme mit unserer Mutter/unserem Vater etc. hatten, sondern auch warum und wie wir in Zukunft vielleicht besser mit dem darin enthaltenen Thema umgehen können.

Freiheit oder Zwang?

Sehr oft werde ich gefragt, ob denn nun wirklich "alles vorherbestimmt sei," ob man "gar nichts machen könne" wenn die Sterne "schlecht" gestanden haben zum Zeitpunkt unserer Geburt.

Ich antworte dann meist mit einem Beispiel, das viele von uns nachvollziehen können, wenn sie schon einmal Karten gespielt haben.

Wer schon einmal Skat (es kann auch jedes andere Kartenspiel sein) gespielt hat, weiß, dass man mit den Karten, die man in einem bestimmten Spiel bekommen hat, spielen muss. Man kann sie nicht zurückgeben – das wäre gegen jede Regel.

Verglichen mit unserem Leben heißt dies, dass wir erst einmal tatsächlich nur annehmen können, was wir bekommen haben.

Es ist nun aber so, dass es Menschen gibt, die auch mit einem eher schlechten „Blatt“ noch ein gutes Spiel abliefern (beim Skat kann man schließlich auch Null oder sogar Null ouvert spielen) und andere, die ein Spiel trotz bester Karten regelrecht „vergeigen.“

Genau so ist es auch im Leben.

Wir sind gezwungen, unsere Lebensthemen anzunehmen, doch wir haben die Freiheit, zu bestimmen, wie wir mit ihnen umgehen. Von diesen Entscheidungen hängt es aber letzten Endes ab, wie unser Leben wirklich verläuft.

Jeder kennt Menschen, die aus unglaublich schlechten „Startbedingungen“ viel gemacht haben, wohingegen andere, von denen wir annahmen, dass ihr Leben eitel Sonnenschein hätte sein müssen, manchmal kreuzunglücklich wurden.

Abgesehen davon, ob wir gut oder weniger gut mit unseren Lebens“karten“ spielen, haben wir weitere Freiheiten.

Wir können z.B. auch entscheiden, auf welcher Ebene wir unsere Themen leben wollen.

Wer beispielsweise auf dem Gebiet des Berufes das Thema „Umwandlung“ oder „Transformation“ sozusagen in die Wiege gelegt bekommen hat, kann dies auf sehr unterschiedliche Weise leben.

Es wäre z.B. möglich, einen Beruf zu ergreifen, in dem aus bestimmten Ausgangsstoffen ein Produkt hergestellt wird, das eine völlig neue Qualität aufweist, z.B. aus Gerste, Wasser und Malz das uns allen bekannte Bier.

Möglich wäre aber auch,  z.B. den Beruf des Psychotherapeuten zu ergreifen. Auch hier findet Umwandlung statt. Die Problemthemen der Patienten sollen ebenfalls erschlossen und bearbeitet werden. Auch hier soll am Ende etwas Neues, nämlich „Heiles“, „Zusammengefügtes“ entstehen.

So ist es auf allen Feldern unseres Lebens und es mag daran deutlich werden, dass unsere Freiheitsgrade sehr beträchtlich sind.

In diesem Zusammenhang auch schließlich noch das Eine für die, die es immer wieder wissen wollen:

Auch unser Todeszeitpunkt hängt von unserem Leben ab. So wie der Apfel am gleichen Baum in jedem Jahr zu etwas unterschiedlichen Zeiten reift – je nach dem, wie das Jahr verläuft – so ist auch unser Tod als „Frucht“ unseres Lebens von dessen Verlauf abhängig, den wir – freilich in Grenzen – wie beschrieben beeinflussen können.  

Dies ist ein wesentlicher Grund, weshalb kein seriös arbeitender Astrologe zu dieser Frage ein Datum nennen würde.

Schließlich geht es in der Astrologie auch nicht darum, das Leben intellektuell besser „kontrollieren“ zu können, etwa in dem Sinne „ich weiß jetzt alles, was auf mich zukommt“ sondern darum, das Leben anzunehmen – auch und gerade mit allen seinen Überraschungen, Unwägbarkeiten und scheinbaren Absonderlich- keiten. Die Astrologie ist schließlich die Lehre vom „Einbau des Menschen in die Gesamtheit des Kosmos“ (Oskar Adler, Das Testament der Astrologie, (Nachdruck) München, 1991).

Hierzu gehören ganz wesentlich zwei Dinge, nämlich

erstens das Vertrauen in unser Schicksal und damit in unser Leben und

zweitens die Erkenntnis, dass wir alles, was (scheinbar) außerhalb von uns existiert, in uns selbst erfahren können oder:

Wär`nicht das Auge sonnenhaft,
Nie könnt`die Sonne es erblicken,
Wär`nicht in uns des Gottes Kraft,
Wie könnt`uns Göttliches entzücken?

 

(J.W. v. Goethe)

Aktualisiert (Freitag, den 20. Mai 2011 um 19:35 Uhr)